Dapper Dan Men - bluegrass & country

Queen Mary K. Hogwallop   -   vocals, washboard 

Master T. Stan McGorman   -   vocals, guitar

Hunter Hank Hambone        -  banjo,mandolin,dobro, harp

Sir Vernon Bird T. Waldrip   -  fiddle

Reverend George del Mar    -  doghouse bass


„ ... Diese fünf Gestalten mit Hut machten uns schnell und mit überwältigender Wucht und Offenheit klar, um was es hier geht: Authentizität und Vielfalt, Bier, Schweiss und Tränen, Spaß und Herzlichkeit, Weltschmerz und Übermut: 
Da ist der charismatische Cowboy Stan, eine Erscheinung entstiegen den Träumen der Mütter und Töchter dieser Welt. Mit messerscharfer Gitarre und schneidendem Belcanto fesselt und lenkt er das hingerissene Publikum wie weiland in seiner Heimat das Vieh mit dem Lasso. Yeehaw! Im Duett mit der quirligen Saloon-Queen Mary fühlen wir uns an das legendäre Gespann Johnny Cash und June Carter erinnert. Aber diese zwei hier sind lebendig, und wie! Mary bricht Männerherzen allein kraft Stimme und Blick. Strahlendes Lachen, güldenes Haar, natürliche Anmut und Grazie tun dann ein Übriges: Spätestens als Mary mit dem Waschbrett durchs Publikum wirbelt erwacht in den Jungs der Kleine Wilde Square-Dancer. Zur Rechten der Zwei aber ruht fest wie ein Fels in der Brandung Farmer Hank, das menschliche Bluegrass-Orchester. Umringt von seinem beeindruckenden Arsenal schöner und seltener Zupf- und Blasinstrumente lässt er stoisch Bizeps, Goldzahn und die seltsamen Eisen an seinen Pranken im Rampenlicht glitzern. Eine Wolke aus blitzschnellen kleinen Tönen hüllt ihn in eine Aura aus hellstem feinsten Klang. Mit pfeilschnellen Läufen und quirligen Kaskaden zaubert dazu Teufelsgeiger und Gentleman ‚Birdie’ Vernon Bilder von elegant vibrirender Strahlkraft, holdsüßer Schwermut und und sehnsuchtsvoller Ahnung - ein Grandseigneur der Bluegrassfiddle! Zur Linken fuhrwerkt derweil mit entrückter Miene, fahrigem Hüftschwung und stampfendem Fuß der staubige Wanderprediger Delmar an seinem sperrigen hölzernen Alter Ego und pumpt in stetem Puls seinen magischen Wechselbass in die Adern dieser vielköpfigen fabelhaften Bluegrass-Musikmaschine ... 
Der Abend verging wie im Rausch, wir begaben uns nach Hause, benommen schunkelnd, selig grinsend und und mit der beglückenden Gewissheit im Herzen, Zeuge einer großen strahlenden Bewegung zu sein, die sich am Horizont aus der Dämmerung erhebt wie ein feurig strahlender Phoenix: Pop ist tot. Es lebe Country und Bluegrass! Es leben die Dapper Dan Men!“



Franz-Günther „Howling Wolf“ Kafker, im Oktober 2006